Wer sind wir? – Eine kleine Gemeinschaft

Wir sind eine Gemeinschaft von 10 Schwestern.
Jede von uns Schwestern hat die Liebe Gottes in persönlicher und besonderer Weise erfahren und möchte als Antwort darauf ihr Leben Gott schenken.

Gott hat uns in dieser Gemeinschaft in Maria Jeutendorf zusammengerufen. Hier erfahren wir, wie kraftvoll gemeinsames Beten ist. Wir erfahren, wie schön und wie wichtig es ist, auf dem Weg der Freundschaft mit Gott nicht alleine zu gehen, sondern in Gemeinschaft unterwegs zu sein.

Das Zentrum unserer Berufung bildet das Gebet, die Freundschaft mit Gott und das Verweilen in Seiner Gegenwart. In unserem Kloster bewahren wir eine Atmosphäre der Stille, die uns hilft, in dieser einfachen Offenheit auf Gott hin zu leben.

Wofür leben wir im Kloster?
Im Kloster leben wir nicht nur für uns. In unserer Welt gibt es viele Nöte und viel Dunkelheit, die uns im Herzen sehr betreffen. Diese großen Nöte und Dunkelheiten der Menschheit wollen wir im Gebet zu Gott bringen. Ebenso möchten wir die Liebe, die Gott zu jedem von uns hat, im Gebet in die Welt hinein tragen.
Wir vertrauen darauf, dass durch jeden einzelnen Menschen, der sich dem Licht Gottes öffnet, unsere Welt heller und freundlicher wird.

 

Wir sind froh, dass wir in Gemeinschaft leben. Auf einen hohen Berg gehen Menschen meist in Gruppen, oft in Seilschaften. So erleben wir unser gemeinsames Gehen. Wir können einander auf dem gemeinsamen Weg gegenseitig ermutigen, wir helfen uns gegenseitig, wenn eine von uns einmal nicht so recht weiter kommt oder sprechen miteinander über die schönen Erlebnisse auf dem Weg. Gemeinsam erleben wir eine große Fülle an Talenten und Fähigkeiten.

Eine wichtige Gemeinschaftserfahrung ist für uns die Arbeitseinteilung. Wir leben von unserer Hände Arbeit und betätigen uns in der Hostienbäckerei, in der Ikonen und Kerzenwerkstätte. Daneben gibt es viel Hausarbeit, Arbeit im Garten und die Sorge für die älteren Mitschwestern. Jede Schwester wird nach ihren Fähigkeiten und Kräften eingesetzt und die Verlässlichkeit der einzelnen Schwester ist ein wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft. Mittlerweile haben wir uns entschieden auch Hilfe von außen anzunehmen.

Austausch in der Gemeinschaft erleben wir konkret bei den wöchentlichen Kapitelgesprächen:

Wir beschäftigen uns dann mit einem Thema oder Text. Hier geht es darum, sowohl menschlich als auch geistlich zu wachsen. Wir wollen gemeinsam zu vollem Menschsein und Christsein reifen. 
Bei der wöchentlichen lectio divina vertiefen wir uns miteinander in das Evangelium des Sonntags und tauschen uns darüber aus.

Die tägliche Rekreation ist eine Zeit, in der die Schwestern zusammenkommen und bei einer Handarbeit sich austauschen und über all das unterhalten, was sie gerade beschäftigt, sie erlebt oder gelesen haben. Die Gespräche bei diesem täglichen einstündigen Beisammensein können manchmal sehr wesentlich sein. Meistens aber sind sie eine lockere Entspannung, bei der oft ein schlagfertiges Wort das andere ergibt und die Lachmuskeln mitunter ziemlich strapaziert werden können. 

Auch an gemeinsamen Festtagen wird die Freude in Gemeinschaft zu leben spürbar. So trägt jede zu einem gelungen Fest etwas bei: durch Blumenschmuck in der Chorkapelle und im Speiseraum (Refektorium), musikalische Gestaltung oder kreative Gestaltung durch ein Theaterstück.

Das Leben in Gemeinschaft ist auch immer wieder eine Herausforderung. Verschiedene Temperamente und Charaktere treffen aufeinander. Einfühlungsvermögen ist gefordert, um den anderen zu verstehen und so anzunehmen, wie er durch seine Lebensgeschichte geworden ist.

Das Leben in einer Gemeinschaft kann nur gelingen, wenn wir uns um echte Demut bemühen. Anders gesagt: Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit uns selbst, den anderen und Gott gegenüber sind für uns unverzichtbar. Wir wollen unsere Schwächen und Fehler nicht vertuschen.  Dass wir einander immer wieder Kränkungen vergeben und Versöhnung feiern, gehört wesentlich zu  unserem Gemeinschaftsleben.

Wie ist unser Tagesablauf?

In unserem Tagesablauf wechseln Gebets- und Arbeitszeiten, ebenso Zeiten des Alleinseins und Zeiten der Gemeinschaft. Diese AUSGEWOGENHEIT empfinden wir sehr wohltuend.

5.30

LAUDES – Morgengebet

6.00 

INNERES GEBET (stilles Gebet als Freundschaft mit Gott)

7.00

Terz – Gebet zur 3. Tagesstunde

7.30

HEILIGE MESSE

8.30

Frühstück

9.00

ARBEITSZEIT

11.15

Lesehore – Mittagsgebet

12.00

MITTAGESSEN

13.00

Freizeit

14.00

persönliche geistliche Lesung/Studium

15.00

ARBEITSZEIT

17.00

INNERES GEBET

18.00

VESPER

18.30

Abendessen

19.00

GEMEINSAME ZEIT- REKREATION mit allen Schwestern

20.00

Rosenkranz und ABENDGEBET