Wer sind wir? – Eine kleine Gemeinschaft

Wir sind eine Gruppe von 12 Schwestern, 11 Professschwestern und 1 Postulantin. Unser erster Auftrag ist das Gebet. Unsere Arbeiten verrichten wir unserer Ordensregel entsprechend in Stille. Wir kommen jedoch nach dem Abendtisch zusammen um beieinander zu sein, unsere Erfahrungen, Erlebnisse des Alltags, Freuden und Leiden einander mitzuteilen. Auch unser Miteinander als Schwestern ist ein freundschaftliches Miteinander. Wir freuen uns an einander. 

Der hl. Teresa verdanken wir unsere Lebensordnung, in der Ausgewogenheit von Gebetszeiten und Arbeitszeiten. Teresa schätzte das Schweigen über alles und wusste, dass ein tiefes Gebetsleben nur möglich ist, in einer Atmosphäre der Stille und der Sammlung. Sie hatte aber auch ein gutes Gespür für die menschlichen und psychischen Bedürfnisse. So führte sie die tägliche Rekreationszeit ein. 

Die Rekreation ist eine Zeit, in der die Schwestern zusammenkommen und bei einer Handarbeit sich auch austauschen und unterhalten über all das, was sie gerade beschäftigt, was sie erlebt, gelesen oder gedacht haben. Die Gespräche bei diesem täglichen einstündigen Beisammensein können manchmal sehr wesentlich sein. Meistens aber sind sie eine lockere Entspannung, bei der oft ein schlagfertiges Wort das andere ergibt und die Lachmuskel mitunter ziemlich strapaziert werden können. 

Wir erleben uns als Gemeinschaft, wenn wir in der Chorkapelle, im Refektorium oder in der Rekreation zusammen kommen. Teresa wollte, dass alle Schwestern Freundinnen sein sollten. Besonders an den nicht so seltenen Festtagen genießen wir dieses freundschaftliche Beisammensein. Da wird auch immer wieder einmal musiziert, getanzt oder Theater gespielt, zumindest aber die Rekreationszeit verlängert. 

In besonderer Weise erfahren wir uns jedoch bei den wöchentlichen Kapitelgesprächen als Freundinnen. Hierbei geht es darum, sowohl menschlich wie auch geistlich zu wachsen. Wir wollen gemeinsam zu vollem Menschsein und Christsein reifen. 

Das Leben in einer Gemeinschaft kann nur gelingen, wenn wir uns um echte Demut bemühen. Anders gesagt: Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit uns selbst, den anderen und Gott gegenüber, sind für uns unverzichtbar. Wir wollen unsere Schwächen und Fehler nicht vertuschen.

Wir bemühen uns auch um ein sinnvolles Loslassen. Gemeinschaft kann ja nicht gelingen, wenn wir nicht verzichten auf alle übertriebenen Anhänglichkeiten. Aber auch alle Ansprüche auf besonderes Beachtet und Geehrtwerden, wenn sie das herzliche Miteinander stören, müssen losgelassen werden. 

Unser Ziel ist die Vereinigung mit Gott,
unser Weg der gekreuzigte Christus.
Das einzige entsprechende Mittel dazu ist der Glaube.

hl. Edith Stein

Wie ist unser Tagesablauf?

Inunserem Tagesablaufwechseln Gebets- und Arbeitszeiten, ebenso Zeiten des Alleinseins undZeiten der Gemeinschaft. Diese AUSGEWOGENHEIT empfinden wir sehrwohltuend.

5.30

LAUDES – Morgengebet

6.00 

INNERES GEBET (stilles Gebet als Freundschaft mit Gott)

7.00

Terz – Gebet zur 3. Tagesstunde

7.30

HEILIGE MESSE

8.30

Frühstück

9.00

ARBEITSZEIT

11.15

Lesehore – Mittagsgebet

12.00

MITTAGESSEN

13.00

Freizeit

14.00

persönliche geistliche Lesung/Studium

15.00

ARBEITSZEIT

17.00

INNERES GEBET

18.00

VESPER

18.30

Abendessen

19.00

GEMEINSAME ZEIT mit allen Schwestern

20.00

Rosenkranz und ABENDGEBET